Eigene Touren
Nachfolgend Einblicke in unsere bisher gemachten Touren in Norwegen. Die Aufzählung erfolgt der Reihe nach und beginnt mit der zuletzt gemachten Tour.
Tag 1 der Nundalen-Expedition
Tag 1 der Expedition ins Nundalen war geprägt von der Anreise via Berlin, dem Warten auf den Mietwagen und der Anfahrt auf Øvre Årdal. Dankenswerterweise wurde der Mietwagen hochgestuft und wir bekamen einen nagelneuen e-Flitzer mit Platz drin, den an Gepäck mangelt es nicht. Angekommen ging es erstmal ans auskundschaften welcher Weg nun der beste wäre. Wir entschieden uns für den Aufstieg über das Fardalen. Die norwegische Kartensoftware zeigte uns eine Stiege die wir nehmen wollten um die Vorlage 600 Höhenmeter zu schaffen. Es erwies sich als Fehler, denn der Weg existierte nur noch teilweise. Es handelte sich wohl um einen alten Zustieg auf, bzw.über den Berg. Da die Zeit wegrannte, es war bereits 19.30, entschieden wir uns für den geraden Weg den Berg rauf. Über geröllfelder vorwärts, vorbei an immer mickriger werdenden Bäumen ging es schweißtreibend hinauf. Immer wieder trafen wir auf den Weg, versuchten zu folgen und immer wieder war er weg. Schließlich erreichten wir den Wasserfall, folgten ihm und erreichten irgendwann eine alte verfallene Hütte. Da war es Zeit für das erste Lager




Tag 2 der Nundalen-Expedition …
…lies uns das Tagesziel von Tag 1 erreichen. Wie erwähnt machten uns nicht vorhandene Wege das Leben schwer
Vom Lagerplatz ging es nochmal heftig bergauf, hoch zum Hyttefjell und weiter zum Übergang ins Nundalen, des Synnos-Plateau. Die irritierende Tatsache der eingezeichneten aber fehlenden Wege setzte sich fort und so nutzten wir beim Abstieg ins Tal meistens Wildwechsel für das Fortkommen. Meist jedoch blieb nur das Unterholz. Wanderstöcke bewährten sich hier prima, denn unter Moos und Flechte war oft ein Loch zwischen den überwachsenen Felsblöcken. Birken in Augenhöhe machten es auch nicht einfacher…
aber zu guter Letzt erreichten wir zeitnah den ersten wüsten Hof namens Ormsete und später weitere Höfe. Von Ormsete aus stiegen wir weiter ins Tal hinab. Der ausgepriesene Weg war nach wie vor nicht zu finden. Also ging es weiter quer durch Birkenwäldchen und Gebüsch. Ziel war nun der Hof Torpen. Als kleine Korrektur noch: Ormsete war ursprünglich kein Hof sondern seine sogenannte Seter (Alm), wo im Sommer die Tier hinaufgetrieben wurden und wo die Zeit über gewohnt wurde. Torpen war indes in sich zusammengefallen. Genauere Bilder dazu bringe ich gesondert. Auch wird es einen Post zur Geschichte des Tales Nundalen geben, wo ich die Gründe des Verlassens schildere. Von Torpen ging es weiter nach Haugstad, dem einzigen Hof der wieder instand gesetzt wurde und heute von einem Jögerverein genutzt wird. Von dort aus, nach reichlich Kaffee und Sonne tanken, stiegen wir weiter ab zum Hof Brattli und zum Hof Vestre Nondalen. Das Nachtlager schlugen wir dann, zurück bei Torpen, etwas höher bei einer dem Hof zugehörigen alten, ebenfalls zusammengebrochenen, Scheune auf. Nach einem ausgiebigen Bad (nein da gibt es nun keine großen Bilder von) im eiskalten Nundalselvi (der Fluss der das Tal teilt), gab es Abendessen an der Brücke. Damit war Tag 2 abgeschlossen. Mehr Höfe konnten wir leider wegen Zeitmangel nicht besuchen.




Tag 3 der Nundalen-Expedition.
Nach der Nacht an der alten Scheune und dem erfrischenden Bad im Nundalselvi ging es am Morgen, nach einem guten Kaffee und Müsli noch einmal knapp 100 Höhenmeter hinauf, aus dem Nundalen (Dal=Tal) hinaus in ein anschließendes Tal ohne Namen. Einen begehbaren Weg, eher eine Stiege hatten wir gefunden. Dort oben schwangen wir erstmal, leider erfolglos, die Angel und genossen die Temperaturen von über 30 Grad in der Sonne. Später fing es weiter das Tal entlang zur Sjursete, einer alten und wesentlich größeren Alm mitten im Tal, wo wir auch die ersten Wanderwegweiser und damit Spuren von Zivilisation fanden.

Die Expedition war damit vorüber und wir traten den Heimweg über eine Zufahrtsstraße an. Sie führte uns hinunter in das Seimsdalen zum Ort Seim, von wo wir uns abholen ließen um wieder zum Auto zu kommen. Alles in allem eine sehr anstrengende Tour mit unerwarteten Wendungen, herrlichen Aussichten und vielen Einsichten zu sich selbst, Norwegen und dem sogenannten „Friluftsliv“. Das Fazit ist durchweg positiv und man darf auf neue Planungen und Abenteuer hoffen. Als Rat: wer das körperlich noch kann, sollte einmal derart in die norwegische Wildnis gehen. Man lernt viel, selbst wenn es nur wenige Tage sind.

In den nächsten Posts werde ich einige der besuchten alten Höfe zeigen und die Geschichte des Tales erläutern. Jetzt aber, nach langer Fahrt und einigem Ärger wegen des Ladens des e-Autos, trinken wir erstmal Kaffee und Bier am Osloer Flughafen und freuen uns auf Zuhause.




Nundalen-Expedition 2025 – Die Höfe, Post 1
Ehe mir einige aufs Dach steigen, beginn ich nun mit den Einträgen zu den von uns besuchten Höfen.
Ormsete, hier auf den Bildern, ist keiner der Höfe des Tales sondern eine sogenannte Seter (Alm), wie es sie auch in den Alpenregionen gibt. Des Sommers trieben die Bauern ihre Tiere hinauf zum weiden und während dieser Zeit wohnten viele von ihnen auch dort und verarbeiteten die Produkte, welche später im Tal verkauft wurden. Ob die Alm zu einem Bauern des Nundalen gehörte, oder einem aus dem Fardalen, über welches wir aufstiegen, ist unklar. Generell gibt es über den Ort keine leicht zugänglichen Informationen.
Ormsete war die erste Ruine welche wir beim Abstieg ins Nundalen erreichten. Èin spektakulärer Ausblick auf die umliegenden Fjells bot sich uns von dort. Wir verbrachten eine kleine Weile dort und genossen die Landschaft und das Gefühl seit langem die ersten dort gewesen zu sein.




Nundalen-Expedition 2025 – Die Höfe, Post 2
An Tag 2 der Expeditionen stiegen wir von der Alm Ormsete weiter hinab in das Nundalen. Wieder ging es über Stock und Stein und durch sumpfiges Gelände, welches dann aber flacher wurde. Alsbald erreichten wir eine Lichtung und entdeckten eine Struktur, welche sich als verfallene Scheune entpuppte. Wir beschlossen hier später zu übernachten, da das Gelände einigermaßen gerade war. Etwa 100 m weiter unten sahen wir durch das Gebüsch schon den ersten Hof: Torpen. Der Hof mit seinen Gebäuden ist restlos in sich zusammen gefallen und zugewachsen. Er wurde wohl 1611 das erste Mal namentlich erwähnt. Damals noch unter dem Namen Nødtorp bzw. Nauttorp (letzteres ist Dialekt). Vermutlich war Torpen später ein sogenannter „husmannsplass“. So wurden Höfe bezeichnet, welche an andere, ärmere Bauern verpachtet wurden, damit sie sich und ihre Familie selbst versorgen konnten. Als Pacht nahm man Geld, oder der Bauer musste gewisse Dienste auf dem Hof des Großbauern leisten. In Torpen selber war noch einiges der ehemaligen Besitzer zu sehen, aber ein hineingehen war nicht unbedingt ratsam.




Nundalen-Expedition 2025 – Die Höfe, Post 3
Mein vorletzter Post zum Nundalen zeigt den Hof Haugstad (erste drei Bilder) und den kleineren Hof Brattli. Haugstad selbst ist der einzige Hof, der wieder instand gesetzt wurde und bis heute von einem Jägerverein gepflegt wird. Dort finden ab und an auch kleinere Veranstaltungen statt. Brattli, nur wenige Meter entfernt von Haugstad, war ein kleinerer Hof, vermutlich ein „Husmannsplass“. Die größere Scheune und das Wohnhaus waren teils zugänglich und man fand noch etliches an Mobiliar und Alltagsgegenständen. Wir fanden auch noch Rechnungen und Steuerbescheide, sowie Bücher und Kleidungsstücke dort. Alles wirkte als wären die Menschen Hals über Kopf aufgebrochen, als in den 1960igern und 1979igern das Tal aufgegeben wurde. (Mehr dazu morgen im letzten Post). Hier bekam man das erste Mal einen Eindruck davon, wie die Bauernfamilien in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts in Norwegen lebten. Ich denke die Bilder sprechen für sich.




Nundalen-Expedition 2025 – Die Höfe, Post 4
Als letzter von uns besuchter Hof kommt heute „Austre Nundalen“ ins Bild. Der Hof der früher einmal „Andersgarden“ hieß, beherbergte einst die Schule des Tals. Aller zwei Wochen kam ein Lehrer mit dem Boot übergesetzt und unterrichtete die Kinder. Die zweite Woche weilte er in einem anderen Tal. Wie auf den Bilder unschwer zu sehen, ist noch viel von den ehemaligen Schulinventar übrig. Ein wenig wurde es vom Kulturverein zurecht gesetzt um Besuchern einen kleinen Eindruck zu geben. Austra Nundalen war der letzte Hof den wir bei unserer Expedition besuchen konnten. Mehr Zeit hatten wir leider nicht, aber das holen wir nach. ![]()
Historisch gesehen gab es die ersten Siedlungsspuren im Nundalen schon vor gut 1000 Jahren, schriftlich nachweisbar sind Ansiedlungen dort seit dem 13. Jahrhundert und genauer seit dem 16. Jahrhundert. Während der Besetzung Norwegens im 2. Weltkrieg bauten wir Deutschen im Ort Øvre Årdal eine Fabrik zur Produktion von Aluminium für die Kriegsindustrie. Das Werk wurde nie angefahren, die Wehrmacht zog ab und die Norweger begannen alsbald das Werk zu vollenden und dann mit der Produktion von Aluminium. Die durch die Produktion verursachten Fluorabdampfungen nahmen ungeahnte Ausmaße an. Der Wind trug die Dämpfe hinein in das Nundalen. Wenig später zeigten die Tiere der Bauern im Tal die ersten Anzeichen von Fluorvergiftungen und Veränderungen im Knochengewebe. Zeitgleich starben die Bäume im Umkreis um das Werk selbst und im Tal ab. Viele der Bewohner des Tales verließen nach und nach ihre Höfe um in Øvre Årdal oder anderswo neu anzufangen. Um 1960 war das Tal verlassen. Viele der Menschen des Nundalen fanden dann Arbeit in dem Werk, das sie zwang ihre Heimat und ihre Erbhöfe zu verlassen.
Für mehr Infos und Bilder, gebe man bei Google „Nundalen“ ein und suche den Beitrag des Staatssenders NRK. Dort sind auch historische Bilder des Werkes und des Tales zu finden. Ein Link ist hier leider nicht postbar.




Norwegentour 2024 – Es kam etwas anders
Zeit für ein Halbzeitfazit der diesjährigen Norwegentour. Im Gegensatz zum vorigen Jahr war uns der Wettergott dies Jahr bisher nur mässig zugeneigt. Nachdem wir wetterbedingt die ursprünglichen Pläne für das Rondanegebirge aufgaben, entschieden wir uns für die Fahrt nach Westen in Richtung des Ortes Geilo, von wo aus wir eine Wanderung in Richtung Hallingskarvet-Nationalpark machen wollten. Das Leben wollte es aber, dass wir zwei Stunden im Stau standen nachdem es einen heftigen Unfall vor uns gab. So erreichten wir Geilo erst recht spät, was den Aufbruch aufgrund aufziehenden schlechten Wetters sinnlos machte. Den sonnigen Tag verbrachten wir also quasi nur im Auto. Am darauffolgenden Tag, nachdem der Wetterbericht gutes für abends und den Sonnabend versprach, fuhren wir Richtung Rjukan um den Gaustatoppen-Fjell anzugehen. Das Wetter war sehr regnerisch, aber wir wollten den Tag nicht sinnlos verfahren. Also suchten wir eine kurze Tour und fanden den Aufstieg zum Borgsjåbrotet, einem 1485 Meter hohen Berg auf dem Weg zum Rjukan. Die Wetterverhältnisse machten den Aufstieg nicht einfach, aber wir schlugen uns durch. Schlussendlich erreichten wir Rjukan und den Gaustatoppen und suchten im Fjellgebiet eine Übernachtungsmöglichkeit die wir auch fanden. Morgen dann endlich den Gaustatoppen bezwingen




Norwegentour 2024 – der Gaustatoppen
Und da war der nächste Berg meiner „muss-ich-noch-machen-Liste“ Geschichte. Der Gaustatoppen stand schon ne Weile drauf musste aber immer warten. Nach der Enttäuschung der wetterbedingt unmöglichen Tour zum Rondslottet im Rondane Nationalpark, zeigte sich der Gausta in der Provinz Telemark von seiner besten Seite und so steuerten wir unseren kleinen Miet-Suzuki einfach dahin, wo das Wetter Sonne und Wärme versprach. Der vorige Tag war zu nass und einige Klamotten von der vorigen Tour mussten eh noch trocknen. Also rein ins Merino, das noch klamm vom Vortag war, die getrockneten und nun final eingelaufenen Stiefel angezogen und los.
Der Gausta ist touristisch gut erschlossen und war jetzt keine extreme Herausforderung, aber es war trotzdem gut anstrengend, belohnte aber mit einer fantastischen Sicht über das südliche Norwegen bis hin zum Hardangerjøkulen im Norden. 720 Höhenmeter über 11 km hinauf zum 1882 Meter hohen Gausta. Dabei ging es, anfangs gemächlich, zu letzt in teils waghalsigen Klettereinlagen von der Touristenhütte des DNT-Telemark hin zum eigentlichen Gipfel. Kein Weg für jedermann.




Norwegentour 2024 – am Dusanfossen
Spannend was man mitunter in norwegischen Wälder so findet. Bei unserer kleinen Tour zum Dusanfossen stolperten wir über diesen „Aktiv Snow Trac ST4“, der dort offenbar stehen gelassen worden ist. Diese schwedisch produzierten und mit deutschem VW-Motor ausgestatteten Schneemobile wurden in den schneereichen Gegenden des hohen Nordens in verschiedenen Aufgabenbereichen eingesetzt. Produziert wurden sie von 1947 bis 1981 in Morgongåva/Schweden.
Dieser hier sah an sich noch gut aus und könnte durchaus noch fahrbereit sein. Wieso man solche Oldtimer verkommen lässt erschließt sich mir nicht.




Dovrefjell-Nationalpark 2023 – Tag 2
Tag 2 nach unserem Trip über den Besseggen ging es weiter in denDovrefjell-Nationalpark. Der Plan war so weit reinzulaufen, dass wir Moschusochsen sehen. Um gleich vorzugreifen: das hat geklappt. Mehr dazu in einem gesonderten Post. Jedenfalls liefen wir von Hjerkinn aus ungefähr 9 km in den Nationalpark, in Richtung Snøheim-Turisthytte. Kurz vor erreichen bogen wir nach links vom Weg ab, überquerten eine Furt und liefen noch etwas weiter ins Nichts. Der Weg selber ging hin bis zur Hütte, welche unterhalb des Berges Snøhetta liegt. Dort wollten wir aber aus Zeitmangel nicht hin. Vor Ort jedenfalls suchten wir mit Fernglas das Fjell ab und wurden tatsächlich fündig. Dazu in einem späteren Post die etwas speziellen Fotos, aufgenommen mit dem iPhone 12 Pro durch ein Carl-Zeiss Fernglas.




Besseggen-Grad im Jotunheimen Nationalpark 2023 – Tag 1
Und da war er Geschichte, der Besseggen-Grad und ich kann wieder etwas auf der „zu-machen“-Liste abhaken. Norwegen begrüßte uns schon im Anflug mit gutem Wetter, etwas was unerwartet kam, denn die letzten Wochen war eher sehr schlechtes Wetter hier. Nach einigen Problemchen mit dem Mietwagen, bekamen wir dann einen größeren SUV ohne Aufpreis und machten uns über die weniger befahrenen Nebenstraßen auf Richtung Jotunheimen, besuchten noch die Steinzeichnungen am Etna und schlugen dann unser Lager Nähe Gjendisheim auf. Am kommenden Tag ging das Boot dann 7:45 Uhr über den Gjende-See und die Tour begann gleich mit einem heftigen Aufstieg. Die Wanderung über den Besseggen ist sehr populär und so bildeten sich teils Schlangen die anfänglich angelegten Treppen hinauf. Aber bald löste sich das Feld und jeder ging in seinem Tempo voran. Es ist immer wieder beachtlich wie die Norweger ihr Friluftsliv ausleben. Von geschätzt 4 bis 80 Lebensjahren ging es über den Besseggen. Teils ließen uns die alten Leute stehen und zogen an uns vorbei. Die folgende Strecke war anspruchsvoll, oder wie die Norweger sagen: „krevende“. Von entspannterem Geraudeaus bis „auf-allen-vieren“ den Berg rauf, war alles dabei.
Heute geht es weiter in den Dovrefjell an dessen Türen wir grade zelten.




Arbeitsaufenthalt in Gaupne 2022
2022 reiste ich zum ersten Male seit meiner Rückkehr nach Deutschland 2018/2019 wieder nach Norwegen. Diesmal wegen der Arbeit. Ich half beim Aufbau eine Kryptomining-Containers beim Örtchen Gaupne. Durch entstandene Wartezeit hatte ich einen Tag frei, welchen ich nutzte um in den benachbarten Jotunheimen-Nationalpark zu fahren um dort etwas Zeit zu verbringen.
Ein für mich immer wieder faszinierender Einblick in das alte Norwegen, sind die im Gebirge oftmals noch zu findenden alten Bergbauernhöfe, auch Seter genannt. Viele dieser Höfe sind, ähnlich dem auf den Bildern, verfallen. Oftmals werden die Reste als Unterstellmöglichkeit für die Schafe genutzt, welche sich dort bei schlechtem Wetter sammeln, oder fallen nach und nach zusammen, da sich keiner ihrer annimmt und die Besitzer nicht investieren möchten.
Interessierten Reisenden vermögen sie aber dennoch einen kleinen Einblick in eine Zeit zu vermitteln, als diese Höfe noch bewohnt bzw. bewirtschaftet wurden. Ob dieser Hof hier nur Sommer bewohnt oder gar ganzjährig bewirtschaftet wurde, das weiß ich nicht. Aber denkt man sich die heutige moderne Infrastruktur in solchen Gegenden weg, bekommt man allmählich eine Ahnung, wie hart das Leben für jene war, die dort für sich und ihre Familie ein Auskommen erarbeiteten.


Hardangervidda 2013
Die Tage hatte ich mal wieder Zeit in den alten Fotos zu kramen und Bilder herauszusuchen, die ich zur Restauration meines Profiles hier brauche. Ich fand nun einige, welche ich von einem Festplattencrash vor einigen Jahren retten lassen konnte. Diese Bilder hier zeigen meine erste Hochgebirgstour in Norwegen irgendwann im Sommer 2013, in meinem erstes Jahr in Norwegen. In der Zeit wohnte ich noch auf dem Öko-Bauernhof im Westen des Landes, wo ich neben der Arbeit doch viel Zeit hatte. Ich entschloss mich damals zu einer Wanderung mit Übernachtung in der Hardangervidda, welche quasi vor der Türe lag. Mit meinem damaligen ersten Auto machte ich mich auf den Weg, und hielt wo ich den Eindruck hatte dass es gut wäre. Ein Trampelpfad führte mich ins Nirgendwo. Irgendwann stoppte ich und schlug mein Lager auf um die (helle) Sommernacht zu verbringen.
Ich erinnere mich gut an die Stille im Hochgebirge. Außer dem Läuten der Glöckchen einiger weit entfernt grasender Schafe war kaum etwas zu hören. Eine für Mitteleuropäer ungewohnte Situation, hört man in diesen Breitengraden hier doch immer irgendetwas in der Ferne.
Erst später lernte ich, dass es in der Hochebene eine Menge direkte Wanderrouten und Hütten zur Übernachtung gibt. Nun, es soll nicht das letzte Mal gewesen sein. Auch eine Durchquerung der Hardangervidda steht noch auf meinem Plan.




Kikedalen, Vestlandet 2018
Heut mal wieder was von den eigenen Touren und diesmal als Video. Ich nehme Euch mit ins Jahr 2018, als ich in das abgelegene Kikedalen im norwegischen Vestlandet vordrang. Ich, damals noch mit weniger Bart, wohnte 2013 bis 2014 in der Gegend um Eikelandsosen, östlich von Bergen und lebte dort auf einem Biobauernhof, wo ich den Fuhrpark instand hielt. Die übrige Zeit, neben Feldfruchtanbau und Holz schlagen verbrachten wir mit Wein machen (und trinken) und vor allem mit wandern. Als ich dann 2018 den Entschluß fasste wieder nach Deutschland zu gehen, besuchte ich nochmal dieses schöne, ruhige Tal.
Das Video ist eines der Wenigen welche einen Festpattencrash überlebten. Gefilmt mit einem IPhone 5 dürft Ihr keine Professionalität erwarten
Zunächst quatsche ich ein wenig und dann folgen einige Eindrücke der Gegend. Ich hoffe es gefällt. Lasst auch gern ein Abo für den Youtube-Kanal da, es werden künftig mehr Videos folgen.