{"id":77,"date":"2025-12-29T20:27:27","date_gmt":"2025-12-29T19:27:27","guid":{"rendered":"https:\/\/fjordgefluster.no\/?p=77"},"modified":"2025-12-29T20:27:27","modified_gmt":"2025-12-29T19:27:27","slug":"die-erste-touristen-die-nach-norwegen-kamen-waren-aus-der-oberklasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fjordgefluster.no\/index.php\/2025\/12\/29\/die-erste-touristen-die-nach-norwegen-kamen-waren-aus-der-oberklasse\/","title":{"rendered":"Die erste Touristen die nach Norwegen kamen, waren aus der Oberklasse."},"content":{"rendered":"\n<p><a><\/a>Um das Jahr 1800 herum kamen die ersten Touristen nach Norwegen. Sie waren auf der Suche nach neuen Abenteuern und anderen Perspektiven. Die Schweiz und das antike Rom wurden ihnen zu langweilig und nur wenige Jahrzehnte sp\u00e4ter, in der Mitte des 19. Jahrhunderts, begann der Tourismus dann zu florieren. Besonders popul\u00e4r: die Fjorde und Fjells des norwegischen Westens \u2013 das Vestlandet, erz\u00e4hlt Professor Bjarne Rogan, der selbst die Reisegewohnheiten und den Tourismus zu dieser Zeit erforscht.<\/p>\n\n\n\n<p>In dem verlinkten kleinen aber reich und wunderbar bebilderten Artikel in <a href=\"https:\/\/l.facebook.com\/l.php?u=http%3A%2F%2Fforskning.no%2F%3Ffbclid%3DIwZXh0bgNhZW0CMTAAYnJpZBEwbDdHM01Lb09KUFQ1QzRyNnNydGMGYXBwX2lkEDIyMjAzOTE3ODgyMDA4OTIAAR5vqb36dgmRtUc09lUGFpkjY01kh5XtkzzbkY7v4nrjjEDjPFcf8vzMjQAUkA_aem_NfseKCdrCX6bJwbZz_mESQ&amp;h=AT20HLS4oIDf2Gxw7V8cCesbyeK5rGWPpJmPoD5Jge5pt2rlOWf4QBtxaewuDmtP5uWl0UoTLgSXx0H_n3VjvUKS0zFcFbIIlswq0MSV3W7oo8oK6LKga-OgJbQEvbV9Z9QpB4kxMzlWaEbOk5qvMg&amp;__tn__=-UK-R&amp;c[0]=AT0Y6gxL20NsPFqRSqU-ieGQzGgFlnWV9PEeiAbVklJaqRMdqDh1SBE_v8ZIESx5wYsTd-93_5gSy6-qifpBTz9Mv68gC_FKM6CmFTjGlPE7oAYC0Vg7cnpFbi3nGIcMvaWyWyjtI2DVGpcuncDDzk1RjG3FkTIiRIzhxPqch4Pt010zm08\" rel=\"noreferrer noopener\" target=\"_blank\">forskning.no<\/a> wird uns hier die Entwicklung des Tourismus in Norwegen etwas n\u00e4her gebracht. Ich habe mir die M\u00fche gemacht und den Artikel etwas ins Deutsche \u00fcbertragen, da ich denke er trifft hier auf das Interesse @alle r.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese ersten Touristen trafen in den norwegischen Bergen auf querk\u00f6pfige Bauern, denen die Bef\u00f6rderung und Beherbergung der Touristen \u00fcbertragen wurde, stellten Bef\u00f6rderungs- und Schlafm\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung. Oft fanden sich die deutschen, franz\u00f6sischen und englischen Herrschaften dann in prek\u00e4ren Verh\u00e4ltnissen wieder. Ein ausgebautes Beherbergungssystem gab es noch nicht. Die Bauern hatten die Pflicht aufgetragen bekommen, die G\u00e4ste zu beherbergen und so fanden sich die Touristen auf Strohmatten in engen Holzbetten wieder, oder gar manchmal auf harten B\u00e4nken in rauchgef\u00fcllten Stuben. Norwegen war weit davon entfernt ein gastfreundliches Touristenland zu sein. Auch die Verk\u00f6stigung der G\u00e4ste war sehr einfach: Forelle, Brei, gesalzener Fisch oder Fleisch sowie Fladenbrot stand auf dem Tischen der einfachen Menschen, die pl\u00f6tzlich die gehobene Klasse beherbergen mussten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber die Touristen lernten. Anstelle in engen Bauernkaten zu liegen, trieb es sie zu den \u00f6rtlichen Priestern, die einen h\u00f6heren gesellschaftlichen Stand hatten, und damit auch in die Kirchenh\u00e4user, wo sie besser Zust\u00e4nde vorfanden. Das sprach sich z\u00fcgig herum unter den Reisenden und so fanden sich selben Zeitraum bereits erste Reisef\u00fchrer in Buchform die empfahlen, die regionalen Kirchen und Priester aufzusuchen. Denn dort traf man auf jemanden der lesen und schreiben konnte und damit ein gewissen Stand hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Torild Gjesvik ist Universit\u00e4tslektor in Kulturhistorie und Museologie an der Universit\u00e4t in Oslo. Laut ihm begannen die gehobeneren Norweger sich bereits im 18. Jahrhundert f\u00fcr ihre eigene Landschaft zu interessieren. Sie empfanden die sie umgebende Natur nicht mehr nur als \u201ebrutal\u201c und \u201eschlimm\u201c, sondern begannen sie zu bewundern. Die traf mitunter auf Unverst\u00e4ndnis bei den Bewohnern der Regionen, die ihr Leben lang nichts anderes sahen als die Natur um sie herum, welche sie pr\u00e4gte, von der sie lebten und die sie auch manchmal umbrachte. Die romantische Verkl\u00e4rung dieser Natur, die Schaffung von Gem\u00e4lden des einfachen Lebens dieser einfachen Menschen, sowie die sp\u00e4ter aufkommende Fotografie, traf auf Unverst\u00e4ndnis. Aber die aufkommende Nationalromantik und der stetige Ausbau der Infrastrukter wie der Bau neuer Stra\u00dfen, ebnete den Weg hin zu einem stetig steigenden Tourismus. Diesen f\u00fcllten zun\u00e4chst wohlhabende Norweger mit Leben, welche ihren englischen Freunden und Bekannten nacheiferten, welche gerne in die schottischen Highlands oder die Alpen reisten, um dort zu klettern oder Ski zu fahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Klettern jedoch traf nicht die norwegische Volksseele. Die Norweger entwickelten eine andere Art Sport, sie kletterten auf die Berge und die Hochebenen und begannen von H\u00fctte zu H\u00fctte zu wandern. Hilfe erhielten sie dabei meist von Bergbauern, die sich in den Bergen gut auskannten. Entdecker war diese Bauern jedoch nicht und so wurde oft bem\u00e4ngelt, da\u00df sie die G\u00e4ste zwar gern in bekanntem Gebiet umherf\u00fchrten, neue Gegenden aber nicht betreten wollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber auch die touristische Schifffahrt nahm Fahrt auf. 1882 erreichte das erste Kreuzfahrtschiff aus England die norwegische Westk\u00fcste und fuhr weiter bis zum Nordkapp. 1926 wurde das erste norwegische Dampfschiff zu Wasser gelassen. Die \u201eStella Polaris\u201c der \u201eDet Bergenske Dampskibsselskab\u201c fuhr aber nicht nur in nordischen Gew\u00e4ssern, sondern sogar weltweit. Viele norwegische Orte erfuhren durch den steigenden Tourismus gro\u00dfe Ver\u00e4nderungen. Odda ist eine davon. Alleine 1904 erreichten 32 Touristenschiffe Odda und aus der kleineren Handelsstadt wurde eine wichtiges nationales Touristenziel.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Beginn war gemacht und heute ist der Tourismus eine der gro\u00dfen Einnahmequellen der norwegischen Regierung. Allein 2022 z\u00e4hlte man 36 Millionen \u00dcbernachtungen im Land, von denen 2,2 Millionen auf deutsche Besucher entfielen. Das h\u00e4tte sich der \u201eskyssbonde\u201c (Bauer mit Transportauftrag\u201c) wohl damals im 19. Jahrhundert nicht tr\u00e4umen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>zuerst ver\u00f6ffentlicht in der Gruppe Norwegen &#8211; 24. Oktober 2023<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.forskning.no\/historie-humaniora-turisme\/da-turistene-inntok-norge\/2266431\">https:\/\/www.forskning.no\/historie-humaniora-turisme\/da-turistene-inntok-norge\/2266431<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\nhttps:\/\/www.forskning.no\/historie-humaniora-turisme\/da-turistene-inntok-norge\/2266431\n<\/div><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um das Jahr 1800 herum kamen die ersten Touristen nach Norwegen. Sie waren auf der Suche nach neuen Abenteuern und anderen Perspektiven. Die Schweiz und das antike Rom wurden ihnen zu langweilig und nur wenige Jahrzehnte sp\u00e4ter, in der Mitte des 19. Jahrhunderts, begann der Tourismus dann zu florieren. 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