Heute Morgen hat im norwegischen Østlandet die Erde gebebt. Um 09:24 Uhr norwegischer Zeit wurde im Raum Oslo/Lillestrøm ein Erdbeben mit etwa Magnitude 3,6 registriert. Das Epizentrum lag nordöstlich von Oslo, nahe Lillestrøm/Sørumsand. NORSAR gibt die Position mit 59.976 / 11.278 an, bei einer unsicheren Tiefe von rund 10 km; andere Meldungen nennen etwa 5 km Tiefe.
Viele Menschen in Oslo und Umgebung berichteten von einem dumpfen Dröhnen, klirrenden Fenstern und wackelnden Möbeln. Schäden oder Verletzte wurden bisher nicht gemeldet. Experten ordnen das Beben als klein ein: Spürbar ja, gefährlich normalerweise nicht. In Norwegen werden Beben wegen des festen Felsuntergrunds oft über größere Distanzen wahrgenommen.
Ganz unbekannt sind Erdbeben in Norwegen aber nicht. Besonders Westnorwegen, Nordland, die Küstenregionen und Offshore-Gebiete erleben immer wieder kleinere Beben. Im März 2022 wurde westlich von Førde ein Beben der Stärke 4,7 gemessen.
Historisch wichtig ist vor allem das Oslofjord-Beben vom 23. Oktober 1904. Es hatte eine Stärke von 5,4, wurde von Namsos bis nach Polen und Helsinki gespürt und verursachte Gebäudeschäden. Schwerverletzte gab es aber damals offenbar auch nicht.